Eh ja, und hier ist wieder so eine Geschichte von Fänki. Zum Glück gibts noch ein paar Bildli dazu – viel Spass Freunde!
Fast hätte ich’s vergessen: Zum Lesen der Story sollte folgende Logik beachtet werden:
IF booleanVegetarier=1 THEN Kurz-Furz-Geschichte NICHT lesen!
ELSE Kurz-Furz-Geschichte lesen
ENDIF
:: Kurz-Furz-Geschichte – Also neulich nach dem Nachtessen, es war wiederum saugut, konnte ich irgendwie nicht einschlafen. Da hat mein Kopf folgendes gedacht. An dieser Stelle muss ich vielleicht anmerken, dass mein Kopf ja manchmal etwas loco-loco Zeugs zusammen braut.
Ich sass da in Gedanken also vor meinem super-feinen Nachtessen, einem Pollo mit Piña Salsa darüber, wenn ihr wisst was ich meine. Und da habe ich mit der Gabel sachte zugestochen und mit dem „hauigen Hegel“ ein erstes Stücklein abgeschnitten. Mit Andacht ging das „Fueder“ dann in den Mund und wurde gegessen. Meine Güte Leute, wie sich das im Gaumen angefühlt hat – l e c k e r – und schwups, geschluckt und fertig Zauber.
Jetzt kommts: Nun hat sich mein Kopf vorgestellt, ich wäre eine Giraffe. Mein Hals ist Meter-lang. Ich schiebe also das feine Bisschen oben rein und dann keue ich und langsam, aber wirklich langsam, rutscht das Teil den Hals runter. Der Genuss dauert so locker gegen eine Viertel-Stunde – pro Biss natürlich! Stell dir diese Wohltat vor. (Anm. Vielleich essen Giraffen gar kein Fleisch, trotzdem).
Eh ja, du kannst jetzt über mich und meinen Hals denken was du willst. Hier bei den Latinos ist das Essen jedenfalls super gut finde ich, Ende der Diskussion! ::
Ja und wenn wir schon beim Thema sind: Du kannst dir nicht vorstellen, wie viele Kilometer Zahnspangendraht hier in Kolumbien verbaut sind. Es ist unglaublich! Klar, so eine Zahnspange ist eine gute Sache. Aber irgend einmal sollten diese „Profflen“ (ist Emmentaler Dialekt) weiss Gott doch gerichtet sein und ihren Platz gefunden haben und dann raus mit dem Zeug! Ich meine natürlich das Zahnspangen-Gebastel, nicht die fein gerichteten Beisserchen.
Eh ja, vielleicht hat Fensterplatz-Fänki ja hier etwas nicht richtig mitbekommen. Aber rein technisch gesehen ist es doch möglich, das Zeugs wieder zurück zu bauen. Man kann das ja auch ganz sanft beim Zahndoktor machen, es hat ja keiner von Sprengen oder so gesprochen.
Aber jetzt zurück zu den tausenden von verbauten Kilometern Spangendraht in Kolumbien. Ich komme auf’s Thema, weil …
- der Captain auf der „Sangria“ einfach nicht so piratenhaft damit wirkt, wenn er Räubergeschichten erzählt,
- der Wachsoldat in Leyva damit etwas von seiner Autorität verspielt (nur wenn er lächelt und das steht einem Soldaten mit klarem Wachauftrag sowieso nicht sonderlich gut),
- der Security mit dem Colt in der Hand (Medellin) damit irriterend wirkt, wobei der Blick auf den geladenen Colt in der Hand vielleicht etwas von der Zahnspange ablenkt,
- der Rally-fahrende Täxteler in den Anden damit irgendwie zu jung für seinen Fahrstil wirkt. Hat der Zahnspängeler den überhaupt einen Führerschein …
… und viele, viele Erwachsene mehr, die wir auf unserer Reise getroffen haben und die Dinger noch intus haben.
Also liebe Freunde, ich hoffe, dass ich mit meiner Zahnspangengeschichte niemandem zu nahe getreten bin, aber ich finde sie halt nicht so wahnsinnig „elektrisierend“ – Ende der Depeche!
Nachtrag: Kolumbien ist (war?) reich an Gold. Auch wenn die Kolonialisererer ein rechtes Schärfchen davon abserviert haben. Zahnspangentechnisch ist es so in Kolumbien, dass die ältere Generation (ich zähle mich auch dazu) ihre Beisserchen, wenn futsch, einfach durch Gold ersetzen liesen. Wir haben einige Goldzahn-Kerle angetroffen, einige haben ausgesehen wie ein wandelnder Tresor.
Fänki so guet, schrib doch es Buch… ig würds choufe u sehr gärn läse.
Liebe Gruss Jüre
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Liebe Jüre,
merci für die Blumen. Scheint so, als ob das Zeug, das ich da brösmele auch jemand liest und Freude daran hat. Solche Feedback sind die Tinte meiner Feder, gehen wie Honig (Anm. kann auch ein Cuba Libre sein) durch den Hals! Wir sind noch ein wenig unterwegs, es besteht also eine reelle Chance, dass ich noch das eine oder andere Gschichtli brünzle.
Bleibt sauber da drüben und habt zusammen viel Spass!
GruFä
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