Segeln in der Karibik – Schon die Anreise ist ein Abenteuer

Irgendwann auf unserer Reise hat Frau Strub die Idee aufgebracht, man könnte doch Kolumbien ins Programm aufnehmen, ein Programm nota bene, das es eigentlich nicht gibt. Und wie kommt man von Costa Rica dorthin? Luft oder Wasser, etwas anderes gibts nicht, oder wird zumindest nicht empfohlen. Gesagt – gegoogelt – gebookingcomt – gepaypalt und das (Segel)Abenteuer war im Kasten. Mit meinem Freund Lukas Rohr (ein fleissiger Blog-Leser!) bin ich ein paar Mal auf dem See gesegelt und das war doch sehr chillig.

Etwa so stellt man sich Segeln in der Karibik vor: umwerfende Lichtspiele, einsame Inseln und sehr viel warmes Meer

Das Abeteuer hat dann aber schon bei der Anreise zum Startort, Puerto Lindo, angefangen. Mit dem Bus von Panama City in Richtung Norden gefahren. Irgendwann vor Colon hat der Copilot uns quasi aus dem Bus in den strömenden Regen gestellt und gesagt, wir sollen hier auf den Lokalbus Richtung Portobelo / Puerto Lindo warten. Gesagt getan… Irgendwann ist dann ein richtig cool angestrichener alter Amischulbus, vollgestopft mit Leuten angebraust. Wir steigen zum Ärger mit unserem Pack (auch noch) ein.

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Und dann ging das Race los. Ein Junger „Rastarier“ am Steuer, mir kommt sofort der Film „Cool running“ in den Sinn. Sein Copilot, er organisiert die Ein- und Ausstiege und kassiert ein, ebenfalls gut drauf.

Es regnet in strömen, die Sicht ist quasi Null und die Frontscheibe ist sowieso zu 2/3 mit coolen Sprüchen und Streetart verdeckt.

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Er kennt die Strecke und fährt am Limit und holt aus der alten Kiste das Letze heraus. Ok, und so sitzen Frau Strub und ich mit 50 anderen, meist Einheimischen und fahren den Zielen entgegen.

Irgendwann nach ca. einer halben Stunde Fahrt und unzähligen Stopps sagt mir mein Navi, dass unser Hostel, es liegt wieder etwas abseits auf der Strecke, naht. Ich kämpfe mich nach vorne zum Copilot und versuche in meinem Spanisch-Italienisch-dazwischen-Englisch, dass wir bald aussteigen möchten. Es ist hier üblich, dass Mann, Frau, Kind Ein- und Aussteigen kann wenn MannFrauKind will. Er fragt mich nach dem Namen der Lodge und schaut mich verwundert an. Kurze Absprache mit dem Driver, der tritt mit aller Kraft auf die Bremsen und die Karre steht. Wir kämpfen uns mit all unserem Habe durch all die Leute und schaffen den Ausstieg und dürfen natürlich die Fahrt am Schluss noch bezahlen, obwohl wir der Meinung sind, dass wir schon im letzen Bus bis ans Ziel bezahlt haben. Kein Problem, die Preise sind sehr, sehr moderat.

Das Liedchen, „Ein „Männlein“ steht im Walde…“ würde hier wohl ganz gut passen

Wir stehen also da mit unserem Gepäck, auf einer Strasse, hinter uns der Dschungel, vor uns das Meer. Von einem Hostel ist aber weit und breit nichts zu sehen. Guten Tag, Fänkis sind wieder einmal irgendwo gelandet. Wir tun, was wir in solchen Situationen immer tun: Laufen!

Irgendwann erreichen wir eine Hütte, die sieht aber nicht wie ein Hostel aus. Mit Händen und Füssen versuchen wir unsere Situation zu klären, aber die lieben Leute können uns in erster Lesung auch nicht weiter helfen. Schliesslich können wir gemeinsam einen Telefonanruf zu unserer vermeindlichen Unterkunft durchführen. Ergebnis: Auf MAPS.ME unserem guten Naviagationshelfer ist die Lodge 4km falsch eingetragen.

Tja und die Geschichte endet so, dass aus irgend einem unerklärlichen Grund ein Auto bei uns anhält, eine Person aussteigt und uns Platz macht und uns die nette Dame mit Familie drin zum Hostel fährt.

Ende gut, alles gut! Lodge auf Umwegen im Outback gefunden

2 Gedanken zu “Segeln in der Karibik – Schon die Anreise ist ein Abenteuer

  1. Hey Fänki, finges immer uhuere spannend u extrem guet gschribe….. vielecht sötsch als Schriftsteller dini Brötli verdiene.
    Liebe Gruss Jüre

    Liebe Gruss a Judele

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    1. Eh ja, ds chani de noch luge, wenn ig zrügg bi, ob itz besser Schriftsteuer wirde oder Softi blib. Fröit mi sehr, dass es dir gfaut, da duet mi Buchpinsle – Gracias Amigo!

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