Auf unserer Reise durch Kuba haben wir sehr viel Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, gepaart mit der kubanischen Überlebens- und Improvisationsgabe erlebt. In diesem Blog möche ich einige dieser Personen würdigen.
Yadira, Claudia und Augusto

Unsere Gsstfamilie in La Habana. Sie haben uns verwöhnt, haben unsere angeschlagenen Söhne wieder in Gang gebracht und haben mit viel Verständnis uns geholfen die ersten Schritte mit unseren neue erworbenen Spanischkentnissen zu machen – wir lieben euch!
Leo und Nelly

Aus der Schweiz haben wir von einem Freund zwei alte Smartphones mitgebracht, die wir in Pinar del Rio an Leo übergeben sollten. Gesagt und getan. Leo wurde dann für einige Tage unser Tourmanager und hat uns alle Wünsche ab den Lippen gelesen und mit seinen Beziehungen erfüllt. Es waren Ereignissreiche und intensive Tage mit dem Powerpack Leo.
„Padrone“

Der Padrone ist der „Chef“-Taxidriver im Westen Kubas. Mit seiner alten aber guten Coche durchstreifen wir den Grossraum Pinar. Er ist ein sichere und ruhiger Fahrer und organisiert unsere Weitterreise nach Trinidad. Er übergibt uns vor La Habana dann einem Colectivo Taxi (Bus) das uns sicher nach Trinidad, direkt vor die Haustür vom neuen Casa bringt.
Pedro
Pedro ist unser Gastgeber in Trinidad und bringt uns mit seinem Furzsack zum Lachen. Fänki überrascht ihn dann mit einer akkustischen Hörprobe ohne Furzsack. Pedro hat 3 Wochen die Schweiz bereist und hat mehr POI’s gesehen als wir alle.
Der unbekannte Wachmann
Er ist hier nicht auf dem Bild und steht unauffällig beim Eingang dieses Reginalzuges. Wir hatten die Absicht einen Abschnitt unserer Reise mit dem Zug zu absolvieren. Uns wurde aber von der Reise mit dem Zug abgeraten. Nachem uns der unbekannte Wachmann spontan herbeigewinkt hatte um den Zug (den er wohl die ganze Nacht bewachen musste) zu besichtigen, war uns klar, dass wir NICHT mehr mit dem Zug reisen wollten … danke Herr Wachmann!
Fidel Castro Rutz

Fidel hat uns die ganze Reise hindurch begleitet und wir haben auch sein äusserst spartanisches Rebellen-Hauptquartier in den Bergen der Sierra Maestra besucht. Leider konnten wir ihn persönlich nicht sprechen, weil seit gut Jahr tod. Der Mensch muss ein unwahrscheinliches Charisma gehabt haben. Wir haben nicht einen Kubaner getroffen, ob reich oder bettel arm (davon gibt’s viele!), der nicht des Lobes voll über ihn war. Überall im Land sind seine Zitate und Parolen an den Wänden und auf Plakaten aufgefürt. Vielerorts steht auch „Yo soy Fidel“ (ich bin Fidel), diese Parole stammt offenbar von Umzug seiner sterblichen Überresten durchs ganze Land.
„Der Dreher von Santiago“

Er hat uns hereingewunken, als wir im Hafenviertel von Santiago von der Strasse aus ihm durch ein Gitterfenster bei der Arbeit zugeschaut haben. Auf einem uralten Drehbank aus Bulgarien hat er einen Motorenblock für eine Lebensmittelmaschine ausgedreht. Er ist wohl Staatsangestellter und arbeitet in dieser kleinen staatlichen Werkstatt für eine Handvoll CUC im Monat. Laut einem Artikel den ich gelesen habe liegt das mittl. Einkommen der Kubaner um die 30 – 50 CUC (ca. 30 – 50 CHF!) im Monat. Ein Herzchirurge soll um die 40 CUC verdienen …
Der Höhlenmensch Jose, Alessandro oder Lukas

Schande über mich, auch diesen Namen habe ich vergessen. Nennen wir ihn Alessandro. Wir wollen in Gibara Velos mieten, der Velochef ist aber nicht da (sein Gehilfe derf/will keine Fahrräder rausrücken) und schon steht Alessandro da um die gestrandeten Touristen bei Laune zu halten. Er verspricht uns eine Höhlenbesichtigung mit einem einzigartigen Bad in einem Höhlesee. Er muss für uns noch schnell Taschenlampen organisieren (Jeder Teilnehmer erhält ein anderes Modell…) und dann startet eine überraschend spannende Tour, alles freestyl wie mir scheint. Und zuhinterst in der Höhle kommt wirklich eine See zum Vorschein, keine Frage dasssich Fänkis im Schein der Taschenlampe von Alessando ein Bad genehmigen. Ist schon speziell so im Dunkeln zu hinterst in einerHöhle zu baden. Spannendist auch, dass in dieser Höhle Filme eines internationales Filmfestival für low-cost Filme gezeigt werden. Weiter sollen sich die Bewohner von Gibara bei Zyklon von 2018 hier in Sicherheit gebracht haben. Der Zyklon hatte die Nordküste Kubas mit 300km arg zugelegt und verwüstet.